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Initiative für eine kinderfreundliche Gesellschaft e.V.
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Familienforum: Was Familien brauchen

Die 'große' (Bundes-) und die 'kleine' (Kommunal-) Politik überdenkt gerade laut ihre Familienpolitik und fordert- insbesondere auch in Baden-Württemberg- eine Verbesserung der Familienfreundlichkeit. Was halten Sie von diesen Forderungen und welche Bedürfnisse haben Sie in diesem Zusammenhang wirklich?

Hier wird Interessierten die Möglichkeit gegeben, sich zu ihren Bedürfnissen und ihren Ansichten zur aktuellen Familienpolitik zu äußern. Die Einträge werden moderiert auf dieser Seite veröffentlicht, um Mißbrauch des Forums zu verhindern und Ihre Anonymität zu gewährleisten. Dadurch kann es jedoch auch vorkommen, daß Ihr Eintrag erst am nächsten Tag bearbeitet und veröffentlicht wird.

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Beiträge:

Peter K.
Kostenlose Kindergärten sind doch schon was. Bei schmalem Budget hilft das schon. Hoffentlich verliert dabei die Betreuung nicht an Inhalt!

G.S.
Die Familienpolitik wird endlich von den Politikern erkannt. Es wird Zeit, daß etwas geschieht. Alle reden von Kinderbetreuung und meinen damit nur sog. 'externe' Betreuung. Es muß aber auch etwas für die Eltern getan werden, die ihre Kinder gar nicht in fremde Hände geben wollen sondern lieber selbst erziehen! Bisher werden die weitestgehend vergessen! Sie leisten einen ebenso wichtigen Beitrag für die Gesellschaft und werden damit oft noch belächelt, aber kaum gewürdigt; von Unterstützung ganz zu schweigen.

Amelie O.
Wir sollten viel mehr für die Bildung der Kleinen tun- die Kinder im Kindergartenalter haben ein sehr hohes Potenzial, das wir bisher kaum fördern. Solange es noch Kindergärten gibt, in denen nur die Kinder 'aufbewahrt' werden, ist uns nicht gholfen. Es müssen pädagogische Konzepte her, die eine Bildung auch sicher stellen!

-anonym-
Die Politik hat in der Gesellschaft bisher erfolgreich dafür gesorgt, daß es nicht mehr so viele engagierte ErzieherInnen gibt. Zum einen wird das Berufsbild nicht im rechten Licht dargestellt, die Verantwortung dieses Berufs für die Gesellschaft wird kaum gezeigt und die Bezahlung ist so schlecht, daß es kaum Männer in dem Beruf gibt, weil sie mit ihrem Gehalt keine Familie ernähren könnten und der Verantwortung des Berufes überhaupt nicht angemessen. So schafft man es nicht, hochmotivierte ErzieherInnen für die Ausbildung zu finden, die später auch noch den Arbeitsalltag motiviert bewältigen. Hier müßte angesetzt werden, um besseres Personal rekrutieren zu können, das dann auch für mehr Qualität in den Einrichtungen sorgt!

K.H. Schneider
Die Politiker wollen mit kostenlosen Plätzen in Kindergärten die Geburtenrate erhöhen und Familien wirklich unterstützen? Lächerlich! Es sind nicht primär die Kosten eines Kindes, die vom Kinderkriegen abhalten! Es sind die persönlichen Bedürfnisse der (potentiellen) Eltern, die -wenn sie sich überhaupt noch mit Kinderwunsch tragen- vielfach die Vereinbarkeit von Familie und Beruf vermissen. Denen hilft man mit einem bedarfsgerechten Angebot an Plätzen (z.B. Ganztagsbetreuung und Kleinkindbetreuung, wohnort- oder arbeitsortnah) deutlich mehr als mit kostenlosen Angeboten, die nicht zu ihren Bedürfnissen passen (z.B. Betreuung erst ab 3 Jahren, Mittags 2h geschlossen, Betreuung nur bis 14.00 oder 15.00). Es sind genau diese Plätze, die von Schließung bedroht sind, da keine ausreichende Nachfrage mehr da ist. Anstatt sie in Ganztagsangebote umzuwandeln oder für Kleinkinder freizugeben und damit vielleicht auch für interessierte Unternehmen zur Buchung attraktiv zu machen, schließt man solche Gruppen und sieht sich durch den Kindergartenbedarfsplan noch bestätigt, der nicht wirklich den Bedarf ermittelt. Auerdem zeigt gerade das Thema Kinderbetreuung, daß erst ein Angebot geschaffen werden muß, um die Nachfrage zu beleben (siehe Statistiken des VAUDE-Kindergartens). Es sollte das Geld lieber sinnvoller in den Ausbau eines bedarfsgerechten Angebotes investiert werden, als den Eltern kostenlose Betreuung anzubieten, die sie so nicht verwenden können.

Uli Knirsch
Zwar gibt es immer noch so viele Grosseltern wie früher, aber durch die erhöhte Mobilität sind die Entfernungen deutlich gewachsen. In unserem Falle sinde es zum einen Paar 300km, zum anderen sogar einige Tausend. Ich sah neulich eine Werbung für ein 'Generationenhaus' - das ist eine wirklich interessante Idee.